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Sehr geehrte Bridgefreunde!
Das besonders Erfreuliche in diesem Jahr hat Herr Krombert bereits dargelegt: Unsere Finanzen sind konsolidiert, die Verluste des Vorjahres sind zwar noch nicht ausgeglichen, aber wir schreiben eine „Schwarze Null“, wie es so schön heißt.
Erfreulich ist auch der Erfolg unseres Anfänger-Kurses. Es bleibt nur zu hoffen, dass auch einige dieser Spieler nicht nur Freude an Bridge haben, sondern auch gerne zu unseren Turnierabenden kommen und – natürlich besonders wichtig - Mitglied des BCP werden.
Wir bemühen uns auch, Mitglieder, die in letzter Zeit gar nicht - oder nur sehr selten - den Weg zu unseren Turnierabenden gefunden haben, zurück zu holen. Wir haben ein Brieferl geschrieben, dass sie doch die Zeit finden mögen, bei uns zu spielen und werden uns in Zukunft intensiver um sie kümmern. Dank auch - wie jedes Jahr - an die hervorragenden Statistiken von Hr. Fleischmann, der, neben anderem, genau Buch führt, wer wie oft wo gespielt hat.
Besonders bedanken möchte ich mich bei Frau Diem, die sich mit viel Herz und Engagement um die Einteilung der Dummies kümmert und Dank auch an jene, die sich dafür zur Verfügung stellen.
Die intensiven Bemühungen unsere Mitglieder mit vielen Extra-Preise zu großen Turnieren zu animieren, haben leider wenig gefruchtet. Wir werden deshalb dieses Jahr ein neues offenes Turnier ins Leben rufen, das hoffentlich einschlägt. Dieses „Pokal-Turnier“, so der Name, wird an einem Samstag zweirundig sein, soll nur fünf oder sieben Euro kosten, und zu gewinnen gibt es Pokale, Erinnerungsgläser mit Widmung und natürlich erhöhte Masterpunkte. Viele unserer Mitglieder wollen aus zwei Gründen kein größeres Turnier spielen: Es ist teuer und die „Stars“ kommen nur, um die Geldpreise zu kassieren, viele wollen kein „Fischfutter“ für Haie sein, um im Jargon zu bleiben. Ich nehme an, dass weit weniger Spitzenspieler kommen werden, wenn der Euro-Segen ausbleibt. Das Vergnügen, ein großes Turnier zu spielen, existiert trotzdem.
Nun zum Thema Internet: Im Durchschnitt greifen pro Monat an die 1000 Internet-Besitzer auf unsere Homepage zu. Wir haben sogar aus Australien 48 Internet-Zugriffe registriert. Ich gehe wohl nicht fehl, wenn ich annehme, dass sich Hr. Standl und seine Frau für BCP-Ereignisse interessiert haben. Sie spielen fleißig Bridge – natürlich Naturale bei den Hausturnieren.
Wir bemühen uns, dass die Ergebnisse der Turniere wenn möglich noch am gleichen Abend auf der Seite stehen. Allerdings: Wenn einige Wochen lang kein aktuelles Resultat aufzurufen ist, lässt die Frequenz nach. Deshalb mein Appell: Wer immer sich bereits erklärt, nach einem Hausturnier eine Diskette mit zu nehmen und sie einzugeben – wir sind dankbar. Es dauert, wenn einmal in Übung, keine zwei Minuten. Wir wollen auch gerne kuriose oder interessante Hände unserer Hausturniere eingeben, was technisch kein Problem ist. Nur – schreiben muss sie jemand. Alle, die Lust dazu haben, sind herzlich willkommen.
Nun zum Thema „Naturale-“ und „Butler“-Turniere. (11,8 auf 12,15). Als die Club-Mitglieder so freundlich waren, mir das Vertrauen für den Posten eines Präsidenten zu schenken, habe ich unter einer Bedingung zugesagt: Wir spielen Naturale-Turniere. In allen Ländern, die auf eine große Anzahl an Turnier-Bridgespielern blicken können, ist bei Hausturnieren Naturale Vorschrift. Die Betonung liegt bei Hausturnieren. Nur an besonderen Tagen dürfen Konventionen gespielt werden. Gefragt, wieso ich mich so auf Naturale-Turniere versteife: Ich bin überzeugt davon, dass dies auf längere Sicht gesehen, die vielleicht EINZIGE Möglichkeit ist, mehr Spieler zu Turnierabenden zu locken. Ich bin auch überzeugt davon, dass Spieler, die nicht so sattelfest sind oder sich über seltsame Konventionen der Gegner ärgern, wenigstens auf dem Gebiet des Lizitierens nicht das Gefühl haben sollen, über den Tisch gezogen zu werden. Für alle, die im Internet spielen, ist Naturale eine Selbstverständlichkeit. Und für gute Spieler kann Naturale überhaupt kein Problem sein. Abgesehen davon hat die große Mehrheit unserer Klubmitglieder als ihr System „Naturale“ angegeben. Im ersten Jahr der Einführung ist übrigens die Spieleranzahl an Freitagen von 11,8 auf 12,15 gestiegen.
Wir werden, wie bei den vergangenen zwei Generalversammlungen, diesmal wieder auf Antrag darüber abstimmen, ob einmal im Monat Naturale gespielt werden soll.
In den vergangenen Wochen war immer wieder von sogenannten „Knackpunkten“ im politischen Leben die Rede. Ich verhehle nicht, dass „Naturale“ für mich ein „Knackpunkt“ ist, genauso, wie ich es vor zwei Jahren bei meiner Wahl betont habe. Bei der Abschaffung der Naturale-Turniere bin ich sicher, dass sie einen würdigeren BCP-Präsidenten wählen werden, der sofort die Naturale-Turniere einstellen kann.
Nun zu den Butler-Turnieren. Wie werden Bridgeturniere analysiert? Seit gut 70 Jahren heißt es über die Qualität der verschiedenen Bewerbe: Individualturniere haben im Vergleich mit Mixed-Turnieren nichts mit Bridge zu tun. Mixed-Turniere haben im Vergleich zu Paar-Turnieren nichts mit Bridge zu tun. Und Paar-Turniere haben im Vergleich zu Teamturnieren nichts mit Bridge zu tun.
Da steckt sehr viel Wahres drinnen. Team ist die Krone des Bridgesports. Man muss korrekt und genau spielen. Bei der Butler-Wertung wird wie bei einem Team-Turnier gewertet. Der Unterschied, kein Paar kann vom Komplimentärpaar wegen irgendwelcher Fehler beschimpft werden. Und selbst kann man sich auch nicht über Fehler „der anderen“ ärgern, weil man eben selbst als Paar verantwortlich für das Score ist. Wahrscheinlich ist es mein Fehler, dass nicht mehr zur Aufklärung getan worden ist. Es existieren, so scheint es, noch immer Unkenntnis und Unsicherheiten über „Butler“-Wertung. Auch zu diesem Punkt gibt es einen Antrag.
Ich ersuche Sie, um mehr Mut zum schönerem Spiel. Bei der Abstimmung über Butler-Turniere beuge ich mich der Mehrheit.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit
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